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Studie zum Datenschutz

Den Menschen in Deutschland ist der Schutz ihrer Daten wichtig. Sie wissen aber nicht wie sie das umsetzen können.

Ein großer Teil der Bevölkerung hat, der Studie zufolge, Probleme mit dem Verständnis der Begrifflichkeiten, wie z.B. Künstliche Intelligenz oder Algorithmus, und den Zusammenhängen, welche sich hieraus ergeben. Das Sammeln von Daten und die Verbindung zu personalisierter Werbung oder möglichen Gefahren werden nicht ausreichend erkannt.

Die Studienherausgeber sehen einen großen Teil der Verantwortung bei den Anbietern. Intransparente Modelle und komplizierte Möglichkeiten zum Schutze der Privatsphäre machen normale Anwender weitestgehend hilflos.

Einen umfassenden Beitrag zu der Studie finden Sie bei Netzpolitik.org:

https://netzpolitik.org/2020/menschen-in-deutschland-moechten-ihre-daten-schuetzen-aber-sie-wissen-nicht-wie/

Mein Fazit:

Solange die Politik hier nicht regulativer eingreift, besteht bei den Anbietern wenig Motivation, ihre erfolgreichen Geschäftsmodelle anzupassen. Deshalb ist aus meiner Sicht hier vorerst weiterhin Eigenverantwortung der Anwender erforderlich um sich zu schützen.

Die heute überwiegende Situation, wonach standardmäßig erstmal alles erlaubt ist und ein aktiver Eingriff der Nutzer zum Schutze ihrer Daten erforderlich ist, sollte umgekehrt werde.
Standardmäßig sollten höchste Datensparsamkeit vorgegeben sein und nur mit expliziter Einwilligung der Nutzer eine Datensammlung oder Tracking möglich sein.
Stichwort: Opt-In- statt dem verbreiteten Opt-Out- Verfahren.